Systemische Familienaufstellung
Familiäre Verstrickungen sichtbar machen
Die Systemische Aufstellungstherapie, auch als Familienstellen bekannt, überzeugt durch erstaunliche Erfolge. In Aufstellungen tritt offen zutage, welche Gefühle und Verhaltensweisen der Vorfahren – auch von längst verstorbenen oder unbekannten Familienmitgliedern – von Nachkommen meist unbewusst und stillschweigend übernommen werden.
Auf anschauliche Weise verdeutlicht eine Aufstellung, dass bestimmte Probleme und Thematiken ihre Ursache in dem unseligen, meist über mehrere Generationen hinweg übernommenen Erbe an Gefühlen, Meinungen und Schicksalen haben.
Universelle Gesetzmässigkeiten
So unterschiedlich Familien auf den ersten Blick scheinen mögen, in allen wirken universelle Gesetzmässigkeiten, unausgesprochene Regeln und Bedingungen, die erfüllt sein wollen. Kinder wagen es selten, ein erfüllteres, erfolgreicheres und glücklicheres Leben zu führen als ihre Eltern. Unbewusst halten sie einer unausgesprochenen, im Verborgenen wirkenden Familientradition die Treue.
So wiederholen sie bestimmte Muster oder Erkrankungen und erleben ein ähnliches Schicksal wie ihre Eltern oder Grosseltern. Dieses belastende Erbe wird auch dann angetreten, wenn die Familie äusserlich zerrissen ist oder die erwachsenen Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen haben.
Der Weg zur Auflösung
Die systemische Therapie hat mit den sogenannten Familienaufstellungen einen Weg gefunden, solche unterschwellig wirkenden familiären Verstrickungen und Zwänge offen zu legen und aufzulösen. Damit eine gute Ordnung wieder hergestellt werden kann und Ruhe einkehren darf.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
Doch nicht nur Familien lassen sich aufstellen, sondern fast alles, was irgendwie in Beziehung zueinander steht. Partnerschaften, Firmen, Vereine oder politische Organisationen sind ebenfalls Systeme. Auch Erkrankungen, angestrebte Ziele und ähnliches können aufgestellt werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig.